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Chateau d’ Esclans – La vie en Rosé in der Provence

Copyright Chateau d' Esclans

Die Zeiten belangloser Rosés sind vorbei. Nicht nur sind die lachsrosa bis pink schimmernden Sommerweine beliebter denn je zuvor, es werden auch zunehmend Premium-Weine produziert, deren trockene, vielschichtige Aromen sich wirklich sehen lassen können. Unser Winzer der Woche, Sacha Lichine, ist einer der Pioniere des Rosé-Booms.

Roséweine litten lange unter einem eher negativen Image. Wässrig, süsslich, nichtssagend – belanglos. In einer Welt, die sich um kraftvolle Rotweine drehte, hatten die Rosés nichts viel zu melden. Dies änderte sich mit dem Trend zu leichteren, fruchtbetonteren Weinen – und Sacha Lichine als Botschafter, dem sowohl die Liebe zum Wein als auch das Gespür für Business im Blut liegt.

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Chateau d’ Esclans
Chateau d’ Esclans

Sachas als Weinpapst bekannt gewordener Vater,  Alexis Lichine, wurde in Russland geboren, floh mit seiner Familie Anfang des 20. Jahrhunderts zunächst nach Frankreich, dann in die USA. Vielleicht war es der Zwischenstopp in Frankreich der seine Liebe zur Joie de Vivre begründete. Jedenfalls entwickelte Lichine schon bald eine grosse Leidenschaft für Wein.

Die Weinindustrie der USA steckte nach dem Ende der Prohibition noch in den Kinderschuhen. Wein aus Frankreich musste also her, um die erwachende Nachfrage des Millionenmarktes zu sättigen. 1955 gründete Alexis sein Importunternehmen Alexis Lichine Negociants. Bald hatte er mit seinem Wein-Business so viel Erfolg, dass er rund um den Globus bekannt war und ein Chateau im Bordeaux, Château Prieuré Lichine, sein Eigen nannte.

Nach dem Tod seines Vaters übernahm Sohn Sacha Lichine das Familienunternehmen. Er verkaufte das Chateau und liess sich schliesslich in der Provence nieder. Die Provence in der unmittelbaren Nähe zur Cote d’ Azur ist ein idyllisches Fleckchen, ein Ort der Ruhe und Erholung unweit der rauschenden Parties in Saint Tropez und Co.

Das an der Küste weilende Jetset-Publikum stellte die Zielgruppe für Sacha Lichines Unternehmung dar. Bekannt ist die Provence schon länger für Roséweine, fein waren die Erzeugnisse von Domaine d’ Ott & Co sowieso. Dennoch war der Funke scheinbar nicht übergesprungen, die Weine verkauften sich kaum, viele der traditionellen Weingüter kämpften ums Überleben.

Geschicktes Marketing als Teil der Erfolgsstrategie
Geschicktes Marketing als Teil der Erfolgsstrategie

Dass dem heute nicht mehr so ist, ja, den Produzenten der Wein regelrecht aus den Händen gerissen wird, ist auch auf Sacha Lichines Wirken zurückzuführen. Auf seinem malerisch gelegenen Château D’Esclans keltert er mit dem bordelaiser Önologen Patrick Léon aus 80 Jahre alten Garnacha Reben Rosé Weine, die rund um den Globus bekannt sind.

Dies ist nicht zuletzt auf eine geschickte Marketing-Strategie zurückzuführen. Bilder rauschender Dinnerparties und strahlender Schönheiten, die Flasche Roséwein effektvoll in Szene gesetzt, suggerieren: Die Chateau d’ Esclans-Weine mit ihren klangvollen Namen sind für die Sonnenseiten des Lebens gemacht. Für Sommerabende, gutes Essen, Freundschaft und unkomplizierten Genuss.

Auch im Sommerparadies junger und junggebliebener New Yorker, den Hamptons, findet Rosé mittlerweile reissenden Anklang. Die New York Post sah sich deswegen letzten Sommer dazu bemüssigt, einen besorgten Artikel über drohende Knappheit des roséfarbenen „Hampton-Wassers“ zu verfassen.

Lichine und Léon wollten „ernsthaften“ Rosé herstellen, als sie sich in der Provence niederliessen. Trocken ausgebaut, mit schönen fruchtigen Aromen. Ein Rosé, der auch Liebhabern von Rotweinen Freude machen würde. Der Chateau d’ Esclans Garrus ist so ein Wein.

Gekeltert aus handverlesenen, besten Beeren der Rebsorten Garnacha und Rolle, gereift in französischer Eiche. Ein hochgelobter Spitzenwein, der allerdings mit einem Verkaufspreis von ca. 100 € nicht für jeden Tag gedacht ist. Berühmt wurde Chateau d’ Esclans jedoch mit dem Whispering Angel, dem Flagship-Wein des Weinguts. Ein fruchtbetonter Roséwein aus handverlesenen Beeren der Rebsorten Garnacha, Rolle, Cinsault und Syrah

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Leicht und fruchtig, aber niemals süss oder gar pappig, möchte man ihn zu einem leichten Lunch an einem warmen Sommertag öffnen – um den Rest des Tages daran zu nippen und am Abend mit einem Glas roséfarbener Glückseligkeit in der Hand den Sonnenuntergang zu schauen. Geniessen Sie den Wein zu einem feinen Fischgericht, gerne mit provenzalischen Kräutern gewürzt.

 

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