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Santadi – sardisch, gemeinschaftlich, fantastisch

Copyright Cantina Santadi

Unser Winzer der Woche ist eine Winzergenossenschaft. Eine, bei der Tradition im Mittelpunkt steht – an der Rebe, im Keller und in der Flasche. Die Cantina di Santadi begeistert.

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3.000 Jahre Tradition. So lange werden Wein- und Rebbau nicht an vielen Orten in Europa betrieben. Und ausserhalb Europas ohnehin nicht. Sardinien ist eine solche Anbauregion. Eine, die ihre Vorzüge schon früh den Geniessern ihrer Zeit augenscheinlich machte. Wie den alten Römer zum Beispiel. Der kritische Betrachter mag fragen: ‚Nun, wo wurde Wein im Einzugsgebiet des einstigen Imperiums denn nicht angebaut?’

„Bei diesen Weinen kann Antonello Pilloni nur verzückt lächeln
Bei diesen Weinen kann Antonello Pilloni nur verzückt lächeln

Worauf die Rückfrage des Sarden berechtigt wäre, aus wie vielen dieser Gebiete denn wöchentlich Lieferungen in die Ewige Stadt geordert wurden, schlicht weil sich Konsuln, Senatoren und Imperatoren für den Eiland-Rebsaft derart begeistert konnten.

Der Phönix hängt in der Asche

Das Imperium zerfiel und mit ihm die Altweltprominenz sardischen Weins. Selbst als sich im späten Mittelalter die heurigen Hochburgen europäischen Weinbaus ausmachten und ihre Dominanz bis in die Neuzeit manifestierten, blieb Sardinien aussen vor. Ein Schattendasein im Stile eines verschüchterten Mauerblümchens begann.

Nicht etwa, weil der Wein qualitativ minderwertig war. Überhaupt nicht. Die unzähligen kleinen Winzer, die den Anbau oft auf gerade einmal zwei Hektaren betrieben, konnten schlicht nicht mit dem grossen Stil mithalten, in dem auf dem Festland Weinhandel betrieben wurde.

Erzeuger, deren Namen sich wie ein ‚Who-is-Who’ der italienischen Weingeschichte lesen, erkannten die Lage, kreierten Dependenzen. Die Weine der Inselwinzer wurden sehr gerne erworben, wenn es für Antinori und Co. darum ging, die eigenen Weine aus der Toskana und dem Piemont zu veredeln.

Gemeinsam stark

Unter den Toperzeugern dieser Welt sind nicht gerade viele Genossenschaften vertreten. Doch der Blick auf die sardische Weinbaugeschichte macht deutlich, warum es hier erforderlich war sich zusammenzuschliessen. Wollte man doch den grauen Schleier ablegen, der wie ein Damoklesschwert über der Markttüchtigkeit der heimischen Erzeuger hing.

Im Jahre 1960 war es soweit. Die Cantina di Santadi wurde im vielseitigen Teilgebiet Sulcis ins Leben gerufen. Der kometenhafte Aufstieg in die Spitzenriege der italienischen Weinerzeuger erfolgte nur knapp über eine Dekade später und wurde unter dem heutigen Präsidenten Antonello Pilloni weiter vorangetrieben.

Tradition und Expertise

„Im Weinkeller
Im Weinkeller

Einer der vielen Gründe für die Erfolge der Kooperative ist das Vertrauen in Heimisches. Insgesamt stehen über 600 Hektare unter Reben. Meist handelt es sich dabei um autochthone Trauben wie Carignano, Cannonau, Monica, Vermentino und Nuragus. Diese werden gerne in der sogenannten Alberello-Kultur angebaut. Eine Form der Buscherziehung, die sich ideal für die verwendeten Rebsorten, die vorhandenen Böden und klimatische Einflüsse eignet.

Das Material, auf welches in den Kellern zurückgegriffen werden kann, ist hochwertig. Die Weinberge sind uralt, die Rebstöcke oft ertragsarm und die Aromen der Trauben ungemein aromatisch und konzentriert. Beste Voraussetzungen also für grosse Weine, die gerne aus französischen Barriques stammen und minimalinvasiv ausgebaut werden.

Die exzellente Handwerkskunst, die in den Santadi-Kellern ausgeübt wird, ist auf sehr viel Enthusiasmus der lokalen Fachleute zurückzuführen. Aber nicht nur das: Als Berater konnte man den Önologen Giacomo Tachis gewinnen. Eine Grösse mit Weltruhm, die zu den bedeutendsten Weinfachmännern auf diesem Planeten zählt. Das ist über 30 Jahre her. Tachis ist noch immer da. Und die Weine sind auf dem internationalen Weinparkett weit mehr als nur angekommen.

Von Spezialitäten und Ikonen

Die Cantina di Santadi verbindet man heute mit vielen Weinen. Bei einer Jahresproduktion von 1,7 Millionen Flaschen auch kein Wunder. Trotzdem gibt es sie. Diese besonderen Erzeugnisse, die weltweit unverkennbar sind. Die so nur auf der Mittelmeerinsel entstehen können.

Die Weine aus der Nasco-Traube sind so welche. Aus einer Rebsorte, die den Weg übers Meer noch nicht wirklich in andere Anbaugebiete geschafft hat, werden Süssweine par excellence gewonnen. Die Produktpalette ist breit, der Absatz gigantisch. Im Vergleich von Preis und Genuss muss man auch wirklich lange suchen, um etwas Vergleichbares zu finden.

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Das gilt auch für das Flaggschiff Santadis und der ganzen Insel. Die Rede ist vom Terre Brune. Das Lesegut für den Wein stammt von über hundertjährigen, wurzelechten Carignano-Trauben. Reben mit dieser Geschichte sind in Europa nur rar gesät. Der Reblausbefall suchte vor rund 100 Jahren den Kontinent heim. Doch nicht die Insel Sardinien. Hier gibt es sie noch. Die Reben, die die grösste Katastrophe des europäischen Weinbaus überlebten. Heute bilden sie den Habitus, der unseren Winzer der Woche so einzigartig macht.

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