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Two Hands – Shiraz par Excellence aus Down Under

Copyright Don Bryce

Das Weingut Two Hands im Barossa Valley nahe der Marananga Creek wurde Ende der 90er Jahre von Michael Twelftree und Richard Mintz gegründet. Die Legende besagt, dass die Gründer eine Verlobungsparty besuchten, als ihnen die Idee zum eigenen Weingut kam.

Die Vorstellung liegt nahe, dass anlässlich der Verlobung auch die ein oder andere Flasche Wein geöffnet wurde. Und weil wir hier von Australien sprechen, war mit grosser Wahrscheinlichkeit auch australischer Shiraz mit von der Partie und beflügelte die Phantasie der beiden Männer. Während unsereins aber die weinseligen Träume am Tag danach zu den Akten legt, machten Twelftree und Mintz Nägel mit Köpfen.

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Michael Twelftree in seinem Element
Michael Twelftree in seinem Element

Eine gute Portion Entschlossenheit und Mut gehörte mit Sicherheit dazu, denn keiner der beiden hatte zuvor viel mit Önologie am Hut. Die Intention war von Beginn an, die bestmöglichen Shiraz-Weine aus den bekanntesten Weinregionen des roten Kontinents herzustellen. Eine Investition von gerade einmal 30.000 AUSD und 17.000 Tonnen Frucht später begann eine Reise, die erfolgreicher sein sollte, als sich die beiden hätten träumen lassen.

Terroir – das ist im Weinbau in vielerlei Hinsicht ein Begriff, der vor allem aus der Alten Welt bekannt ist. Erst in den letzten Jahrzehnten wurden auch in der neuen Welt Weine bestimmter Lagen separat vinifiziert, um Erzeugnisse mit maximaler Ausdruckskraft zu kreieren. Auch Australien tat sich kaum durch Weine mit ausgeprägtem regionalem Charakter hervor. Dabei sind die grossen Weinregionen des Landes sowohl klimatisch als auch geologisch grundverschieden und bieten jede Menge Spielraum für spannende Experimente.

Die Gründer von Two Hands haben das von Anfang an erkannt, und die diversen Ursprungsregionen, aus denen das Weingut seine Beeren bezieht und die allesamt zu dem Besten zählen, was das Land zu bieten hat, sind aus den Weinen deutlich herauszuschmecken. Auf wegweisende Art und Weise zelebriert Two Hands die Regionalität des australischen Weinbaus und den kraftvollen, fruchtigen Charakter der Weine des roten Kontinents.

Was Michael Twelftree an fachlichem Wissen mangels einer Önologieausbildung fehlt, machte er von Beginn an durch bedingungslosen Ehrgeiz und Anstrengung wieder wett, probierte bis heute jedes Fass, das auf Two Hands jemals abgefüllt wurde und begleitet den Vinifizierungsprozess von der Rebe bis in die Flasche. Seine Verkaufskontakte in den USA und Grossbritannien aus den Zeiten, als er noch als Weinexporteur arbeitete, beeinflussten die Entwicklung des jungen Weinguts massgeblich, mit Abnahmeschwierigkeiten hatte das Two Hands selbst in den Anfängen nie zu kämpfen.

Winemaker Ben Perkins
Winemaker Ben Perkins

Das Two Hands-Team hat verstanden, dass es heutzutage nicht genug ist, gute Weine zu machen – die digitalisierte Welt verlangt nach eingängigen Namen und innovativen Designs. Mit beidem kann das Barossa-Weingut aufwarten. Sexy Beast, Gnarly Dudes oder Yesterday’s Hero heissen die Weine, stammen aus besten Lagen und warten nur darauf, den Geniesser ganz im Stile eines hervorragenden australischen Shiraz zu verwöhnen. Denn diese Rebsorte zeigt sich, wie man weiss, in Australien von ihrer besten Seite.

Mittlerweile gehört Two Hands zu den grossen Namen des australischen Weinhandels und exportiert in 38 Länder weltweit. Dennoch muss man keine Massenabfüllungen befürchten, denn Twelftree und Co. ist es gelungen, organisch zu wachsen und die hohen Ansprüche an Qualität aufrechtzuerhalten.

„Winemaking for me is a labour of love, a passion, and a craft. I have walked every vineyard, made every picking decision and tasted every individual barrel of each wine we’ve ever produced.“ (Michael Twelftree)

Die News über das junge, aussergewöhnliche Weingut in Down Under sind längst keine News mehr, die Weine vielfach prämiert und ausgezeichnet. Als erstes Weingut überhaupt rangierte Two Hands mehr als 10 Jahre hintereinander in der Top 100 Liste des Wine Spectator; der grosse Robert Parker liess sich gar zu der Bemerkung hinreissen, Two Hands sei das feinste Weingut südlich des Äquators. Ist der Hype gerechtfertigt? Wir sagen: Ja – aber probieren Sie selbst!

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